Ad Girls Club: Gegen Sexismus in der Werbebranche

Franziska Grasshoff

Franziska Grasshoff

Werbung sollte unterhaltsam sein und ist oft lustig. Aber es gibt auch ernste Themen hinter den Kulissen. Eines davon ist Sexismus! Wegen eines Skandals werden sexuelle Übergriffe und Belästigung seit einiger Zeit öffentlich thematisiert. Es entstanden Bewegungen wie der Ad Girls Club, Pinkstinks u.v.m. Heute sind wir stolz sagen zu können: KOPFSATZ ist Teil des Ad Girls Club.

Der Ad Girls Club

Wer auf einer Social Media Plattform in der #womenpower Bubble ist, stößt unweigerlich auf den Ad Girls Club (AGC). t3n.de, meedia.de, business-punk.com und wuv.de berichteten schon über den Kampf gegen Sexismus in der Werbebranche, den Lisa und Isabel vorantreiben. Mitte April 2022 kam ein großes Update: 9 weitere Agenturen, u.a. die Thjnk-Gruppe, unterzeichneten das Manifest. Damit steigt die Anzahl der Unterstützer:innen auf 30 – Tendenz steigend! Doch das passiert nicht uneingeschränkt: es gab auch einen Austritt.

Die Übereinstimmung der Werte des Ad Girls Club bis in seine Nuancen ist den Gründerinnen ein wichtiges Anliegen. Nicht die Gleichstellung oder Gleichberechtigung, sondern das explizite Vorziehen von Frauen und deren Förderung sind Grundlage des Manifests. Bei der Ausdefinition der Bekenntnisse haben die beiden Gründerinnen auf branchenspezifische Maßstäbe geachtet:

Ad Girls Club Manifest
Das Ad Girls Club Manifest mit allen unterzeichnenden Agenturen Foto: Ad Girls Club

Viele Frauen haben Sexismus selbst erlebt

Sexuelle Belästigung oder gar Übergriffe hat fast jede Frau schon erlebt. Das ist erschreckend. Keine Branche, kein westliches Land kommt bei dem Thema final gut weg. Im Rahmen von #metoo werden seit 2017 Erlebnisberichte von Frauen auf sämtlichen Social Media Plattformen veröffentlicht, in denen sie über ihre Erfahrungen mit Sexismus schreiben. Die Werbebranche ist hier keine Ausnahme.

Firmenfeiern sind in der hart arbeitenden Kreativbranche eine willkommene Abwechslung. „Work Hard – Party Harder“ führte schon zu manch peinlicher Begegnung oder Entblößung. Als Reaktion auf die Sexismusvorwürfe bei Scholz & Friends entstand 2020 daher der Ad Girls Club.

An wen wendet man sich bei Fällen von Sexismus? Wo bekommt man Unterstützung im Umgang mit der Person? Der Situation? Welche Präventivmaßnahmen kann man ergreifen? Dank der AGC Gründerinnen (nicht zu verwechseln mit dem ADC) gibt es konkrete Handlungsempfehlungen, denen man folgen und nach denen man sich verhalten kann. Seit Oktober 2021 bin ich Teamleiterin bei KOPFSATZ. Kurz nach meinem Start hatte ich schon den Eindruck: diese Bewegung der ich privat folge – das wird hier gelebt. Gefördert. Darauf wird hier geachtet. Der Ad Girls Club ist eine Bewegung, in der wir uns mit Gleichgesinnten branchenweit austauschen und etwas bewegen können! Und meine Idee fand schnell Gehör: neben der Geschäftsleiterin Sandra waren auch die Gründer & Geschäftsführer Steve und Mario sofort Feuer und Flamme für das Manifest.

Was bedeutet das Manifest für KOPFSATZ

 Für den Beitritt haben Isabell und Lisa vom AGC eine transparente Roadmap entwickelt. Nach Vorgesprächen und der Prüfung der Agentur bezüglich Übereinstimmung der Werte sagen beide Parteien zu. Oder ab – das behalten sich die Gründerinnen vor. Nach Übereinkunft kommt es dann zur virtuellen Unterzeichnung und Bekanntmachung. Wir sind stolz darauf ein Zeichen gegen Sexismus zu setzen. Die regelmäßigen Überprüfungen durch den Ad Girls Club werden uns immer wieder aufmerksam machen. So gab es bereits Erkenntnisse – zum Beispiel beim Thema Lohngleichheit. Die interne Überprüfung im Rahmen der Vorgespräche zeigte Ungleichheiten, die direkt behoben wurden.

Wir haben private und berufliche Erlebnisse und Eindrücke wie bei o.g. Feiern ausgetauscht. Auch Joko & Klaas’ Sondersendung Männerwelten waren Thema, um den Blick und das Bewusstsein zu schärfen.

Heute gibt es eine interne Ansprechperson für Fälle von sexueller Belästigung. Die Aufgaben und Bereitschaft dieser Person, wirklich vertraulich und stets neutral zu handeln, wurden agenturintern kommuniziert und sind für uns fester Bestandteil der KOPFSATZkultur.

Das Bewusstsein für gendergerechte Sprache haben wir im Februar 2021 schon im KOPFSATZ Blog thematisiert. Da schimmelt bei uns ebenso nichts wie beim Thema 50 % Frauenquote auf Führungsebene.

Sandra Kothe als Mitglied der Geschäftsleitung sowie Janin Rose, Teamleiterin Projektmanagement und ich als Teamleiterin der Digital Unit stehen mit den KOPFSATZ-Gründern Steve Rettcke und Mario Beier in der Verantwortung.

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In unserer Agentur arbeiten Elternteile von insgesamt 12 Kindern und sieben Fellnasen. Vier Mitarbeitende arbeiten in Teilzeit. Natürlich ist die Vereinbarkeit von Kind & Karriere auch bei KOPFSATZ Thema. In der Werbebranche mit Pitch-Phasen und sich ständig verändernden Gegebenheiten heißt unser Rezept: Teamwork, Flexibilität und Organisationstalent.

Sei du die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt

Das Großartige an der Zusammenarbeit mit dem AGC: es ist ein gemeinsamer Weg. Man steigt nicht ein, weil alles schon perfekt ist. Sondern weil man daran arbeiten will es besser zu machen. Das KOPFSATZ Credo lautet „Entwicklung, Charity und Apfelbäume“. Dabei ist Entwicklung nicht nur personell oder monetär gemeint, sondern es dreht sich auch um die Menschen die hier arbeiten. Wie wir miteinander umgehen. Wie jede:r als Person wachsen kann. Mit der Unterzeichnung des Manifests bekennt sich KOPFSATZ öffentlich dazu, Sexismus zu bekämpfen und Frauen proaktiv zu fördern. In den eigenen Reihen. In der täglichen Arbeit. Hier und jetzt.

We are the change!

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