Abgrenzung am Arbeitsmarkt durch gelebte Werte

Steve

Steve

Marken geben uns Orientierung, erzeugen Identifikation und helfen uns dabei Entscheidungen zu treffen. Eine gute Arbeitgebermarke geht darauf ein. Sie besitzt eine Positionierung, die das Zeug hat, genau das zu leisten. Doch eine knackige Positionierung ist nicht alles. Sie muss mit Werten untersetzt und gelebt werden. In diesem Artikel möchte ich Ihnen aufzeigen, wie wir als Agentur unsere Werte definiert haben, diese leben und noch viel wichtiger, sie greifbar machen.

Drei Jahre nach der Gründung unserer Agentur – also 2018 – spürten wir, dass der Zeitpunkt gekommen ist, unsere eigene DNA als Agentur und Arbeitgeber auf den Prüfstand zu stellen. Obwohl wir die Erfahrung und das Handwerkszeug dafür besitzen, es selbst durchzuführen, legten wir großen Wert darauf, dass uns ein externer Berater in diesem Prozess begleitet. Denn nur ein neutraler Blick von außen, gepaart mit Erfahrungen, hilft dabei, die richtigen Werte zu definieren und sich nicht zu verzetteln.

Eins war uns von vornherein klar: typische und austauschbare Floskeln, wie Work-Life-Balance, gutes Betriebsklima, Teamgeist, Vergütung und Sozialleistungen usw., wollen wir nicht in den Vordergrund unseres Wertekanons stellen. Das sind keine Werte. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Die vorgenannten Themen sind uns wichtig und Ausdruck einer guten Arbeitgeberqualität. Wer ein mittelmäßiges Betriebsklima hat, schlecht und unpünktlich bezahlt und nur Überstunden fordert, wird es schwer haben, als guter Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Allein durch solche harten Fakten lässt sich keine Arbeitgebermarke aufbauen. Sie beeinflussen zwar rationale Entscheidungen, aber sorgen nicht dafür, dass es jemanden emotional trifft – das war uns wichtig.

Wie sind wir vorgegangen?

In mehreren gemeinsamen Workshops haben wir mit unseren Kollegen die relevanten Werte für unser tägliches Tun und Handeln herausgearbeitet. Wir haben das Verhalten miteinander genau beschrieben, damit jeder Wert genau verstanden wird. (Ein Tipp: Das fehlt sehr oft. Hier geht es nicht darum, schöne Sätze zu bilden, sondern es so zu beschreiben, dass es jeder versteht.) Zusätzlich haben wir zu den passenden Werten je ein Ritual festgelegt und/oder ein Symbol geschaffen und einen Wertewächter ernannt. Das ich wichtig, denn damit wird es für jeden greifbar. Nachstehend ein kleiner Auszug unserer definierten und gelebten Werte:

Einheit in Verschiedenheit
Eine Agentur benötigt zwingend Menschen mit unterschiedlichen Charakteren, Ansichten und Fähigkeiten. Das ist lebensnotwendig für Agenturen. Damit wir dies nie vergessen, befindet sich in unserer Agentur eine goldene Schale. Jeder Kollege legt dort seine Lieblingssüßigkeit rein. Es verdeutlicht, dass wir unterschiedliche Geschmäcker haben und darauf kommt es an. Wie könnten wir sonst Werbung für die unterschiedlichsten Zielgruppen entwickeln? Indem wir alle gleich sind? Nein, das funktioniert nicht.
Kontinuierliche Verbesserung
Damit wir stets up to date sind, hat sich bei uns eine SuBi-Time etabliert. SuBi bedeutet: suche und biete. Wir alle lesen zahlreiche Blogs, besuchen unterschiedliche Kongresse und Veranstaltungen, sammeln Erfahrungen mit Projekten, nehmen an Schulungen teil usw. Damit nicht nur einer von dem neuen Wissen profitiert, gibt es bei uns die SuBi-Time. Begrenzt auf eine Stunde und aller 14 Tage. Jeder Mitarbeiter ist mal dran und vermittelt sein neu erworbenes Wissen an alle Kollegen. Damit sorgen wir für ständig neuen Input und Impulse innerhalb unserer Agentur.
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Und das ist nur ein Auszug – mehr Infos gibt es beim leckersten Kaffee der Stadt in unserer Agentur. 😉

Für den einen oder anderen klingt das vielleicht suspekt, aber wer den Sinn einer Kultur und deren Förderung verstanden hat, wird Großartiges erleben. Klar, die kulturellen Merkmale eines Unternehmens müssen selbstverständlich zum Unternehmen und deren Mitarbeitern passen. Wenn Menschen Werte in sich tragen, wie „Achtsamkeit“, „Nachhaltigkeit“, „Verbundenheit“ und ihre Freizeit in den Schutz der Umwelt investieren, werden sie wohl kaum in der Ölindustrie anfangen zu arbeiten. Dieses Beispiel ist überspitzt, bringt es aber gut auf den Punkt.

Kultur darf nicht nur mit netten Worten in Handbüchern gesetzt werden. Sie muss gelebt und gefördert werden. Sie wird Ihnen helfen die Suche nach neuen Talenten effizienter zu gestalten. Die Identifikation Ihrer Mitarbeitern/Kollegen wird sich deutlich verbessern. Beachten Sie: Wer nicht in den kulturellen Rahmen passt, passt nicht zum Unternehmen. Hier müssen Sie konsequent sein. Wissen kann man aufbauen, die Kultur können Sie nur mit einem sehr langen Atem „verändern“.

Grenzen Sie sich ab und investieren Sie in die Definition und Förderung Ihrer Unternehmenskultur. 
Es wird sich lohnen – Versprochen.

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